Klartraum

Grad der Klarheit

Klarträumer erachten außerdem oft folgende Merkmale als Kriterien für einen besonders klaren Klartraum:

im Traum möglichst reflektiert sein, um tatsächlich den eigenen Willen und vorgenommene Ziele umzusetzennach dem Aufwachen eine gute Erinnerung an den Klartraumeine detaillierte Wahrnehmung im Traum selbst (keine unscharfe Sicht oder sonst getrübte Wahrnehmung)

Einige Klarträumer erachten darüber hinaus auch das Verstehen des Traumgeschehens und die Bewusstmachung von Unbewusstem sowie die Bedeutung von Trauminhalten während des Träumens als hohe Form von Klarheit.

Ein Traum, in welchem sich der Träumende fragt, ob es ein Traum sein könnte, aber zu keinem eindeutig positiven Ergebnis gelangt, wird als präluzid (von "prä" = "vor" und "luzid") bezeichnet. Ebenso bezeichnet präluzid oft auch einen Traum, in welchem zwar der Traumzustand erkannt wird, der Träumer ansonsten aber unreflektiert bleibt und weiterhin so agiert, als würde er nicht träumen.

Möglichkeiten

Hauptartikel: Aktivitäten im Klartraum

Das Klarträumen wird für eine Reihe verschiedener Ziele eingesetzt. Da der Trauminhalt aus der üblichen Sichtweise durch den eigenen Geist verursacht wird, ist prinzipiell die eigene Vorstellungskraft und Erwartungshaltung die einzige Grenze des im Klartraum Möglichen. Klarträumen findet Anwendung im Sport (motorisches Training), der Psychotherapie (Alptraumbekämpfung), der Psychologie (Erforschung des Bewusstseins), vor allem aber im persönlichen Bereich (Wunscherfüllung, Spaß, Experimente, kreative Ideenfindung, Selbsterkenntnis, Spiritualität, Heilungsversuche, usw.).

Ob auch Paranormale Phänomene wie Außerkörperlichkeit oder Shared Dreams möglich sind, konnte wissenschaftlich noch nicht bestätigt werden.

Geschichte

Das erste Buch zum Thema Klarträume: "Les rêves et les moyens de les diriger" von Hervey de Saint-Denys

In westlichen Kulturen war die Möglichkeit, sich in einem Traum bewusst zu werden, dass man träumt die meiste Zeit ein nur wenigen bekanntes Phänomen. Die älteste Aufzeichnung einer Erwähnung des Phänomens stammt von Aristoteles aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. Der älteste bekannte Bericht eines Klartraumes findet sich in einem Brief von St. Augustine aus dem Jahr 415 n.Chr. Klarträumen ist auch ein wichtiger Bestandteil des Traumyogas, einem der "Sechs Yogas von Naropa". Die Aufzeichnungen dieser Techniken stammen aus dem 11. Jahrhundert. Häufigere Traumberichte und Erwähnungen von luziden Träumen aus der westlichen Welt gibt es erst ab dem 17. Jahrhundert. Frederik van Eeden prägte den Begriff "lucid dreaming" mit seinem Artikel "A Study of Dreams" (1913), in dem er Traumberichte zusammenfasste und kommentierte.

In den 1970er-Jahren stieg das Int