Mindfulness


Mindfulness wird im Englischen auch oft mit "awareness" übersetzt. Mindulness steht für die Gewahrwerdung oder auch der Bewusstheit des Augenblicks, des Atems. Die Aufmerksamkeit ist gerichtet auf die Gegenwart, das „Hier und Jetzt“ und verweilt somit weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. Hauptsächlich prägen buddhistische Lehren den Begriff Mindfulness. Im Westen wurde er seit den 1960er Jahren vielfach in der Psychotherapie aufgegriffen, indem man Aspekte der buddhistischen Achtsamkeitstechniken zur Stressreduktion einsetzte. Einen entscheidenden Beitrag leistete hierbei die Arbeit von Jon Kabat-Zinn.

Mindfulness ist ein englischer Ausdruck, man könnte eigentlich sagen, ein amerikanischer Ausdruck, der heute mit „Achtsamkeit“ bezeichnet wird. Mindfulness ist ein Ausdruck, der in den 80er/90er Jahren in Amerika populär wurde und aufgrund dessen man von einer Achtsamkeitswende in der kognitiven Psychotherapie spricht. In den 80er, noch mehr in den 90er Jahren haben sich die Achtsamkeitstechniken, Passana Techniken genannt aus dem Buddhismus und die Sakshi Bhava Techniken aus dem Vedanta, in die westliche Psychotherapie übertragen. Und dort hatten die amerikanischen Psychologen erst überlegt, wie können sie dieses Prinzip nennen und haben es eben Mindfulness bezeichnet. Und auch in Deutschland in den 90er Jahren bis Anfang der 2000er hat man auch von Mindfulness gesprochen, weil man nicht wusste, welches deutsche Wort man nehmen wollte und so hat man sich vereinigt auf „Achtsamkeit“.

Begriff Mindfullness

Im Begriff „Mindfulness“ schwingt etwas mit. Mind ist natürlich der Geist, die Psyche, wobei Mind sowohl das Denken als auch das Fühlen beinhaltet. Mindfulness bedeutet, dass man mit der Fülle des Geistes ist und dass man voll im Hier und Jetzt ist. Mindfulness hat mehrere Aspekte. Ein Aspekt von Mindfulness ist das zu tun, was man tut, achtsam und bewusst zu tun. Also wenn du dir die Schuhe bindest, bindest du dir die Schuhe bewusst. Wenn du isst, isst du bewusst. Wenn du den Himmel siehst, siehst du bewusst. Also das, was man tut auch mit dem Geist zusammen zu tun und das bewusst zu machen, ist ein Aspekt der Mindfulness. Diese Form von Mindfulness hilft dir in der Gegenwart zu sein, zu entspannen und im Hier und Jetzt mehr Freude zu erleben. Viele Menschen heutzutage haben ja eine Neigung ständig an die Vergangenheit zu denken, an die Zukunft zu denken, denken, was die anderen Menschen von ihnen halten. Sie schauen in Smartphone, iPhone und wo auch immer hin, nur sie erleben nicht das Hier und Jetzt. Und das kann manchmal für die psychische Energie schlecht sein. Die Psyche verliert Energie und der Mensch fühlt sich ausgelaugt und so ist es gut, öfters mal ein paar Momente von bewusster Handlung einzulegen.

Neutraler Beobachter


Mind - Geist, Psyche, die das Denken und das Fühlen beinhaltet.

Ein zweiter Aspekt von Mindfulness und damit auch von der Achtsamkeit ist, zum neutralen Beobachter zu werden und sich nicht zu identifizieren. Also, wenn du atmest, sage dir „Ich weiß, dass ich atme“. Wenn du eine Emotion wahrnimmst, dann sage „Ich spüre eine Emotion vom Nabel bis zur Kehle“. Sage nicht „Ich bin total wütend“, sondern spüre eine Emotionssäule zwei Zentimeter unterhalb des Nabels bis zum Brustbein, zehn Zentimeter Breite, zwanzig Zentimeter Tiefe. Das ist eine Form von Mindfulness, ein beobachtendes beschreiben, was man im Yoga nennen würde, Sakshibav oder auf gut buddhistisch Vipassana. Also diese Form von Mindfulness ist diese beobachtende, nicht identifizierende Achtsamkeit-Mindfulness, die andere ist das bewusste Erleben.

Samyama

Im Yoga gibt es darüber hinaus noch eine dritte Form von Achtsamkeit, die wir als Samyama bezeichnet, das heisst das intensive Erleben, das was du tust nicht nur einfach zu machen, sondern intensiv zu machen. Das spielt auch im Zen eine wichtige Rolle. Im Yoga heißt es ja durch intensive Konzentration wirst du ins Überbewusstsein geführt, in die Befreiung geführt, letztlich in die Erleuchtung geführt und so ist neben der beobachtenden Mindfulness, die eher hilft sich zu lösen, Schmerzen nicht zu identifizieren und des bewussten Erlebens, letztlich das intensive Erleben der dritte Aspekt von Mindfulness und Achtsamkeit. Alle drei haben ihren Sinn. Meine persönliche Meinung ist ja, dass es auch sinnvoll ist ab und zu mal nachzudenken, ab und zu mal überlegen, alternative Szenarien durchzuspielen und es gibt ja auch das mentale Training, wo du bewusst Zukunft gestaltest, indem du sie dir geistig durchspielst.

All das hat auch seinen Sinn. Aber es braucht auch Momente der Achtsamkeit bei allen drei Arten: das bewusste Erleben, dasBeobachten/ Nicht-identifizieren und das intensive Erleben/die intensive Achtsamkeit/die intensive Mindfulness. Auf unseren Internetseiten gibt es übrigens einen großen Artikel über Achtsamkeit und auch viele Formen der Achtsamkeitsmeditation und bei Yoga Vidya gibt es auch Achtsamkeitstrainerausbildungen, Achtsamkeitslehrerausbildungen und Achtsamkeitsmeditationkursleiterausbildungen. Und es gibt noch weitere, letztlich Techniken der Achtsamkeit wie BodyScan, Atembeobachtung und so weiter. Das sind alles Übungen aus dem Englischen Mindfulness und aus dem Deutschen Achtsamkeit; letztlich alle aus Yoga, Buddhismus, zum Teil adaptiert durch moderne Psychologie.

Video Mindfulness

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