Was bringt die Impfung ………….

Absolute Impfgegner zweifeln den Sinn von Impfungen grundsätzlich an. Zu ihnen zählen wir Hans Tolzin, da er alle bisher bei uns eingesetzten Impfungen ablehnt. Auf seinen Internetseiten www.impf-report.de und www.impfkritik.de finden Sie zahlreiche Argumente gegen das Impfen. Nach seiner Ansicht basiert die offizielle Impfpolitik auf vier Säulen. Dies sind


1. die Notwendigkeit zu impfen,

2. die Wirksamkeit der Impfungen,

3. die Sicherheit der Impfungen und

4. die Beobachtung, dass Infektionskrankheiten nach der Einführung von Impfungen zurückgegangen sind.

Die Frage ist nun, wie tragfähig die einzelnen Säulen tatsächlich sind. Tolzin zweifelt an, dass die Notwendigkeit, Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen überhaupt belegt sind. Wir haben ihn nach seinen Argumenten gefragt.

[Vier Säulen der Impfpolitik, Quelle: impf-report Nr. 76/77]

1. Notwendigkeit von Impfungen

Zweifel an der Gefährlichkeit der Infektionskrankheiten

Eine Impfung erscheint vor allem dann sinnvoll, wenn die Krankheit besonders häufig ist, besonders schwerwiegend verläuft und Alternativen der Behandlung fehlen. Die Statistiken zur Häufigkeit von Komplikationen hält Tolzin in vielen Fällen nicht für aussagekräftig. Als Beispiel nennt er eine Telefonbefragung bei niedergelassenen Kinderärzten zu Komplikationen bei Windpocken. Bei einer so angelegten Studie sei mit einer Auslese (Selektion) der Krankheitsfälle auf verschiedenen Ebenen zu rechnen.

Nicht alle Eltern gehen mit ihrem an Windpocken erkrankten Kind zum Kinderarzt. Dies ist insbesondere bei leichten Verläufen zu erwarten.

Nicht jeder Arzt hat an der Studie teilgenommen.

Schwere Verläufe dürften den Ärzten eher im Gedächtnis geblieben sein. Wenn die Ärzte aber bevorzugt schwere Fälle eher aus ihrer Kartei heraussuchen und diese in eine Studie aufgenommen werden, wird das Ergebnis verzerrt.

Ein anderes Beispiel ist die Grippe. Während das statistische Bundesamt auf jährliche Duzend Menschen mit der labortechnisch bestätigten Todesursache „Influenza“ käme, schätze das RKI durchschnittlich 10.000 Fälle pro Jahr. Die ergebe sich aus der erhöhten Sterberate der kalten Jahreszeit, die pauschal der Grippe zugeordnet werde.

Komplikationen durch Medikamente statt Infekte?

Bei jedem schweren Verlauf bzw. jeder Komplikation sollte man hinterfragen, ob sie womöglich gar nicht auf die Krankheit selbst, sondern auf Medikamente zurückgehen, die das Kind im Rahmen des Infektes bekommen hat. Eine solche Differenzierung gäbe es in der Regel nicht.

Vorsorgen statt Impfen

Um abzuschätzen, wie gefährlich eine Infektionskrankheit ist, sollte man auch die Risikofaktoren für schwere Verläufe kennen. So wäre es z.B. gut zu wissen, ob eine schlechte Ernährung oder rauchende Eltern das Risiko für Komplikationen erhöht. Studien dazu gebe es jedoch nicht. Bedauerlicherweise, denn dann ließe sich die Komplikationsrate von Infektionskrankheiten verringern. Die Notwendigkeit von Impfungen könnte gesenkt werden. Auch durch verbesserte Behandlungsmöglichkeiten, könnte das Risiko einer Infektionskrankheit gesenkt werden. Eine Impfung wäre dann eher unnötig. Hier gäbe es vermutlich ebenfalls noch Potenzial.

Gesundheitlicher Nutzen von Infektionskrankheiten

Studien belegten, dass Menschen, die Kinderkrankheiten natürlich durchstanden hätten, langfristig gesundheitlich stabiler seien. Auch mit Entwicklungsschüben, würden Kinderkrankheiten in Verbindung gebracht. Hier wäre eine Impfung eher hinderlich.

2. Wirkung von Impfungen

Fehlende Kontrollgruppen bei Impfstudien

Laut Tolzin gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die sicher zeigen, dass geimpfte Kinder gesünder sind als ungeimpfte. Um sicher nachzuweisen, dass gegen eine bestimmte Krankheit geimpfte Kinder seltener an dieser Krankheit erkranken als ungeimpfte Kinder, benötige man zufallsgesteuerte, placebo-kontrollierte, doppelblinde Studien. Diese gäbe es jedoch aus ethischen Gründen nicht. Die Begründung laute, dass man ungeimpften Kindern den gesundheitlichen Vorteil einer Impfung nicht vorenthalten könne. Allerdings gäbe es auch für Tiere keine entsprechenden Vergleichsstudien, wohl aber Studien mit Placebos, bei denen man sehr wohl den „segensreichen Nutzen“ der Impfung einigen Patienten vorenthalte. (Mehr zur Kritik der unzureichenden Studiendaten)

Zweifel am Nachweisverfahren

Um den Erfolg einer Impfung nachzuweisen, misst man i.d.R. die Menge von Antikörpern im Blut nach einer Impfung (sog. Antikörpertiter). Impfgegner sehen darin keinen ausreichenden Nachweis für den Impfschutz. Es gäbe keine Studien, die bewiesen, dass Menschen mit einem höheren Antikörpertiter seltener an der entsprechenden Krankheit erkrankten.

Impfung von Säuglingen

Gerade die Impfung von Kindern hält Tolzin nicht für plausibel, da das kindliche Immunsystem frühestens mit Ende des zweiten Lebensjahres fertig ausgebildet sei und auf eine Impfung in vollem Umfang mit der gewünschten Antikörperbildung reagieren kann. Er verweist dabei auf das Standardwerk: Seger, Wahn, Holländer: Pädiatrische Allergologie und Immunologie, 4. Aufl. 2005, S. 230+231

Impfungen irritieren das Immunsystem

Angriffspunkt ist u.a. der unnatürliche Infektionsweg beim Impfen. Während der natürliche Infektionsweg also vor allem über die Schleimhäute (insb. von Mund und Nase) verläuft, gelangen die Impfstoffe bei der Impfung direkt ins Gewebe. Die natürliche Schutzschicht von Haut oder Schleimhaut wird völlig umgangen. Hinzu kommt, dass das Impfkonzept nur auf die spezifische, Antiköper-vermittelte Immunreaktion des Körpers zielt. Die unspezifische, sog. zelluläre Immunantwort werde beim Impfen außer Acht gelassen. Diese erste Hürde unseres Immunsystems werde durch frühkindliche Impfungen sogar unterdrückt. Mehrfachimpfungen sind ebenfalls ein unnatürliche Reiz für das Immunsystem, der das Immunsystem unnötig belaste.

3. Sicherheit von Impfungen

Fehlende Sicherheitsstudien zu Zusatzstoffen

Tolzin kritisiert das Fehlen von Sicherheitsstudien zu Zusatzstoffen. Für einige Zusatzstoffe von Impfstoffen, wie z.B. Aluminiumhydroxid und Formaldehyd ist bekannt, dass sie in höherer Konzentration gesundheitsschädlich sind. Dass diese Stoffe in der in Impfstoffen verwendeten Konzentration ungefährlich seien, werde zwar behauptet, sei jedoch nicht belegt. Dazu fehle es an Studien. Zwar werden bei der Zulassung von Impfstoffen Studien gefordert, in denen Nebenwirkungen und Komplikationen erfasst werden. Doch diese gewährleisten nicht, dass auch alle negativen Folgen der Impfung erfasst werden. Die wichtigsten Gründe hierfür liegen in

der begrenzten Laufzeit der Impfstudien (Langzeitschäden werden nicht erfasst) und

der begrenzten Zahl der Studienteilnehmer.

Laut Tolzin kann selbst eine Studie mit 20.000 Probanden nur solche Ereignisse sicher erfassen, die mit einer Wahrscheinlichkeit bis zu 1:3000 auftreten. Ob seltenere Komplikationen und Nebenwirkungen der Impfung während der Zulassungsstudie aufträten, hänge letztendlich vom Zufall ab. Weitere Problem seien Scheinplacebos und das Meldesystem, das eine hohe Dunkelziffer erwarten lasse. (Mehr dazu im Kapitel „Unzureichende Meldung von Impfnebenwirkungen“ sowie zur strittigen Placebos unter „Kritische Substanzen in Impfstoffen“.

4. Rückgang von Seuchen durch Impfungen

Bei der Diskussion um Impfungen wird immer wieder auf deren Erfolgsgeschichte verwiesen. Geht die Häufigkeit einer Krankheit nach Einführung einer entsprechenden Impfung zurück, ist dies ein möglicher Hinweis auf die Wirksamkeit der Impfung. Ein solcher zeitlicher Nachweis allein ist jedoch kein hinreichender Wirksamkeitsnachweis. Ein Beispiel: In Deutschland ging die Zahl der Störche zeitgleich mit der Zahl der Geburten zurück (zeitlicher Zusammenhang). Damit lässt sich jedoch nicht nachweisen, dass Störche die Kinder bringen (kausaler Zusammenhang). Laut Tolzin lasse sich noch nicht einmal bei allen Impfungen ein zeitlicher Zusammenhang mit dem Rückgang der Krankheit feststellen. Das Beispiel Pocken: Nachdem die Erkrankungszahlen 1871 und 1872 (85.000 und 77.000 Fälle) den absoluten Höhepunkt erreichten (sicher als Folge des Krieges von 1870 – 1871), ging die Zahl der Pockenfälle 1872 und 1873 stark zurück, sogar unter den Vorkriegswert (auf 13.000 und 3.500 Fälle)! Die Zwangsimpfung gegen Pocken wurde jedoch erst 1874 mit dem Reichsimpfgesetz eingeführt!

Selbst in Fällen, bei denen dieser zeitliche Zusammenhang bestehe, müsse man z.T. besondere Aspekte berücksichtigen. Als Beispiel nannte er die Polioimpfung. Nach Einführung der Polioimpfung sank die Zahl der Poliofälle. Zeitgleich wurde jedoch im Rahmen der Einführung des Bundesseuchengesetzes auch die Erfassung der Poliofälle in Deutschland geändert. Damit sei die Statistik nicht mehr aussagekräftig.

Zweifelsohne haben auch andere Faktoren, wie eine bessere Hygiene und Ernährung zu einem Rückgang von Infektionskrankheiten und deren Folgen geführt. Entsprechend sind auch nichtbeimpfte Infektionskrankheiten zurückgegangen. Auch die Scharlachzahlen seien seit Jahrzehnten rückläufig. Ganz ohne Impfung.