Wiedergeburt und unbewusste Konflikte

Die 28 Konflikte der PSE transpersonal deuten

In der Psychosomatischen Energetik (PSE), einer komplementärmedizinischen Methode, kann man mit Mischungen bestimmter hochpotenzierter Homöopathika unbewusste Konflikte aufspüren und diese anschließend behandeln. Es gibt Hinweise dafür, dass besonders große Konflikte eine vorgeburtliche Ursache haben können, möglicherweise von früheren Inkarnationen der individuellen Seele. Was mich zu dieser Annahme gebracht hat, welche plausibel klingenden Hinweise es dafür gibt und was für Auswirkungen das für das jetzige Leben eines Menschen haben kann (auch in therapeutischer Hinsicht), möchte ich im Folgenden darlegen.

Bekanntlich verlieren sich viele historische Erinnerungsspuren in den Tiefen des individuellen Unterbewusstseins, von denen wir nichts wissen, etwa verschüttete frühkindliche Erlebnisse. Einige dieser verschütteten Erinnerungen sollen angeblich aus früheren Wiedergeburten der individuellen Seele stammen. Viele seelische Pathologien lassen sich bekanntlich nicht auf kindliche oder frühkindliche Erlebnisse zurückführen, ebenso nicht auf die Genetik, sodass manche tiefenpsychologische Therapeuten der Ansicht sind, dass sie aus früheren Leben stammen. Für diese Hypothese gibt es zahlreiche gute Hinweise, die ich nachfolgend kurz vorstellen werde.

Die Frage nach der historischen Herkunft tiefer seelischer Traumata ist keineswegs bloße akademische Haarspalterei, denn wenn es tatsächlich Traumata aus früheren Leben gibt, hat das vielfältige Konsequenzen. Die Frage der eigentlichen primären Ursache von Traumata müsste neu gestellt werden, wobei herkömmliche Theorien damit nicht infrage gestellt, sondern nur wesentlich erweitert werden würden. Theologische Fragen der Moral und der Wiedergutmachung müssten neu aufgerollt werden. Das gewohnte Bild der Seele müsste komplett umgeschrieben werden, und die Vorstellung, die wir normalerweise von uns als Individuum zu haben pflegen, würde sich radikal ändern. Auf all diese folgenreichen Konsequenzen will ich aber hier nicht eingehen und sie nur erwähnt haben.

Bestimmte karmische Traumata scheinen klar definierte Konfliktmuster zu haben, die man einem Archäologen vergleichbar rekonstruieren kann. Genauso wie viele heutige Gebäude auf den Ruinen alter Gebäude errichtet wurden und ihre Form nachbilden, scheint auch die individuelle Seele – etwa in Form des Charakters und bestimmter prägender Glaubenssätze – auf bestimmten alten Traumata zu beruhen. Wer nicht an die Möglichkeit einer Wiedergeburt glaubt, kann solche traumatischen Erlebnisse ebenso als so etwas wie tiefenpsychologische Alpträume betrachten, vergleichbar einem bösen Kindermärchen. Doch egal woher sie stammen, die besagten seelischen Spuren sind weiter wirksam, und das oft auf unheilsame Weise, z.B. in Form von Ängsten oder „schlechten“ Charaktereigenschaften, sodass es sich lohnt, ihnen nachzugehen und sie aufzulösen.

Wiedergeburt und Tiefenpsychologie

Das Thema Wiedergeburt gehört im christlich geprägten Abendland zu einem Tabubereich. Obwohl Menschen weltweit in allen Kulturen an Wiedergeburt glauben, ist das bei modernen westlich geprägten Menschen aus zwei Gründen nicht der Fall: wegen der christlichen Religion sowie der Naturwissenschaft. Beide Weltanschauungen halten die Idee eines Fortbestehens der individuellen Seele nach dem Tod mit dem Weiterleben in Form von mehreren Inkarnationen für unmöglich. Die christlichen und naturwissenschaftlichen Paradigmen beeinflussen das Denken eines Großteils der Menschen. Langsam beginnen sich jedoch die Vorstellungen zu verändern, sodass immer mehr Menschen eine Wiedergeburt für möglich halten.

Nach meinen Erfahrungen wächst die Zahl der Patienten, die mittlerweile für Themen wie Wiedergeburt offen sind. Etliche von ihnen berichten über eigene Erlebnisse, schon einmal gelebt zu haben, sei es durch Wachträume oder Déjà-vu-Erlebnisse. Oft haben solche Patienten bei der PSE-Testung hohe Kausalwerte, was den Zugang zu karmischen Erinnerungen erfahrungsgemäß deutlich erleichtert. Immer mehr Menschen interessieren sich auf unerschrockene und ideologisch nicht festgelegte Weise für solche Themen und suchen nach einer Antwort.

Wenn man sich mit dem Thema Wiedergeburt und Tiefenpsychologie beschäftigt, tauchen vier kritische Fragen auf:

Warum beschäftigen sich moderne Therapeuten überhaupt mit einem Thema, das dermaßen stark religiös aufgeladen ist,das kaum – so scheint es – objektiviert werden kann,das oberflächlich betrachtet kaum Auswirkungen auf das jetzige Leben zu haben scheint,und das außerdem therapeutisch abwegig anmutet?

Warum man diese vier Fragen sehr wohl positiv beantworten kann, möchte ich im Folgenden darlegen. Ich möchte zeigen, dass es für Therapeuten gute Gründe gibt, sich mit dem Thema Wiedergeburt und karmischen Traumata zu beschäftigen. Es gibt viele beweiskräftige Hinweise für ein früheres Erdenleben der individuellen Seele, die in ihrer logischen Stringenz und Fülle beeindruckend sind. Wenn man Traumata früherer Inkarnationen für möglich hält, dann ist das Thema aus Sicht von Rückführungstherapeuten besonders deshalb wichtig, weil die alten Verletzungen weiter wirksam sein sollen. Weil sie bis heute unheilvoll fortwirken, sollte man sie erkennen und auflösen. Es gibt daher gute Gründe, sich mit diesem umstrittenen Thema zu beschäftigen.

Einige wichtige Wegbereiter der modernen Wiedergeburtslehre haben es möglich gemacht, dass man sich als moderner Mensch mit solchen Themen abseits von Ideologien vorurteilsfrei beschäftigen kann. Der Zugang zu früheren Leben liegt tief im Unbewussten verborgen, sodass man sich normalerweise nicht daran erinnert oder wenn, dann nur sehr vage. Es braucht daher besondere psychologische Techniken wie Trance oder Hypnose, um in die tiefen, stark verdrängten Ebenen der Psyche hinabzusteigen (der Fachbegriff dafür ist „zu regredieren“):

Tiefenpsychologischer Zugang

Beim Kontakt mit tiefen seelischen Ebenen haben Psychiater wie der Schweizer Carl Gustav Jung Wiedergeburt erstmals für möglich gehalten (Eranos-Tagung Ascona, 1939). Der britische Jungianer Roger Woolger kann als bedeutender Wegbereiter der modernen Reinkarnationstherapie bezeichnet werden.

Hypnotischer Zugang

Das amerikanische Medium Edgar Cayce berichtete um 1901 erstmals in hypnotischer Trance von früheren Leben. Er war darüber nach dem Erwachen sehr erschrocken, denn seine medialen Durchgaben war nicht in Übereinstimmung zu bringen mit dem traditionellen christlichen Weltbild. Das Werkzeug der Hypnose hat sich später in unzähligen Fällen als hilfreich erwiesen, um Erinnerungen an frühere Leben ans Tageslicht zu befördern.

Drogen

Halluzinogene haben zu Drogenerfahrungen geführt, die z.B. der englische Schriftsteller Aldous Huxley beschreibt (in seinem berühmten Buch„Pforten der Wahrnehmung“), während derer man in Trance häufig Szenen aus früheren Leben erlebt.

Meditation

Während der tiefen seelischen Versenkung tauchen bei vielen Menschen Szenen aus früheren Leben auf. Der Erste, der das beschrieben hat, war bekanntlich Gautama Buddha, Begründer des Buddhismus.

Transpersonale Psychologie

Aufbauend auf den Erfahrungen mit halluzinogenen Substanzen entwickelte sich die transpersonale Psychologie. Hier wird mit Trancetechniken, holotropem Atmen (einer willkürlich ausgelösten Hyperventilation), ekstatischem Tanzen, Drogen u.a. versucht, in tiefe seelische Ebenen vorzudringen. Eine spezielle Therapieform ist die Reinkarnationstherapie (als „Rückführungen“ bezeichnet). Neben profanen Motiven wie der Neugier und dem spirituellen Bedürfnis, etwas über sein Fortleben zu erfahren, zeigen solche Verfahren, dass mit tiefen Regressionen starke transformierende Heilimpulse ausgelöst werden können.

Glaubhafte Belege für Wiedergeburt

Als Nächstes möchte ich mich der Frage zuwenden, welche glaubhaften Hinweise es für das Phänomen der Wiedergeburt gibt. Man sollte als kritischer Zeitgenosse glaubhafte von unglaubwürdigen Geschichten unterscheiden. Als unglaubwürdig haben sich viele Erinnerungen erwiesen, die in Hypnose aufgetaucht sind, obwohl die meisten Menschen der Ansicht sind, alles sei wahr, was dort an Material auftaucht. Die Psyche kann in Hypnose unfreiwillig Fantasiegeschöpfe erschaffen, ohne sich dessen bewusst zu werden, die von realen Figuren schwer zu unterscheiden sind. Nachprüfungen ergeben dann oft, dass es sich z.B. um Kryptomnesie handelt, d.h. um die Erinnerung an vergessene Bücher, Filme usw., die man als Kind oder junger Mensch gesehen hat. Auch spontane Rückerinnerungen von Erwachsenen haben sich bei Nachprüfung nicht als real erwiesen. Kritiker halten deshalb grundsätzlich alle Rückerinnerungen für falsch, was meines Erachtens viel zu weit geht, denn es gibt glaubhafte Hinweise für die Existenz von früheren Leben.

Glaubhafte Belege an frühere Leben finden sich häufig bei Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren, die sich noch unverfälscht an frühere Leben erinnern. Überprüft man ihre Angaben, findet man in vielen Fällen richtige Angaben über Namen früherer Familienmitglieder, von Personen, die ihnen in einem früheren Leben Schaden zugefügt haben, Details über Familiengeheimnisse und andere persönliche Dinge, die niemand außer etwa der frühere Ehemann gewusst hat. Der Fall der Inderin Shanti Devi (s. Literatur) war um 1930 einer der ersten Fälle, die weltweit für Aufsehen gesorgt haben. Die in Indien sehr verbreitete Vorstellung von Wiedergeburt wurde durch ihren Fall eindrucksvoll bestätigt, was für den Gründer des modernen Indiens, Mahatma Gandhi, die gute Gelegenheit bot, altehrwürdige religiöse Traditionen wissenschaftlich zu dokumentieren.

Der verstorbene schottische Psychiater Ian Stevenson hat nach dem Zweiten Weltkrieg weltweit Tausende von Fällen von Kindern untersucht, die sich an ihre früheren Leben erinnerten. Bei gewaltsamem Tod in einem früheren Leben fand Stevenson Missbildungen oder Muttermale/Pigmentanomalien an Stellen, die mit der Gewalteinwirkung in Deckung zu bringen sind. Ein Großteil der Fälle, die er untersuchte, war eines gewaltsamen Todes gestorben, was vermutlich begünstigend wirkte, um sich an ein früheres Leben zu erinnern. Zahlreiche der Fälle zeigten in ihrer nächsten Inkarnation Pigmentstörungen, auffällige Hautanomalien oder Missbildungen, die mit karmisch zugefügten Verletzungen genau übereinstimmten.

Auswirkungen früherer Leben und gemischte therapeutische Erfahrungen

Nach den Untersuchungen von Ian Stevenson haben frühere Leben prägende Auswirkungen auf das jetzige. Laut Stevenson sollen Gewohnheiten und Persönlichkeitseigenschaften sowie Aussehen weitergegeben werden, ebenso Ängste und andere seelische Traumata. Geliebten Personen des früheren Lebens werden eine besondere Zuneigung entgegengebracht, dagegen seinem Mörder (wenn ein Kind in einem früheren Leben ermordet wurde) bei der erneuten Begegnung eine starke Abneigung – selbst wenn das Kind diesen Menschen in seinem jetzigen Leben zum ersten Mal sieht. Weitere glaubhafte Belege sind Erinnerungen an frühere Leben von Erwachsenen, die sich bei der Überprüfung als richtig erwiesen haben. Nach Roger Woolger sind die Mehrzahl aller starken Ängste karmisch bedingt: Wer etwa in einem früheren Leben ertrunken ist, hat panische Angst vor Schwimmen oder Bootfahren. Der jüdische Rabbi Gershom hat zahlreiche Fälle von Amerikanern untersucht, die vorgeben, in einem früheren Leben Juden gewesen und im Konzentrationslager umgebracht worden zu sein (beschrieben in seinem Buch „Beyond the Ashes“). Eine Frau mit Asthma führt ihre Krankheit auf das karmische Trauma der Gaskammer zurück.

Das Wiedererleben von karmischen Traumata soll laut Roger Woolger seelisch stark kathartisch und transformierend wirken können. Menschen haben nach solchen Erlebnissen ihr Leben völlig neu ausgerichtet. Stanislav Grof etwa berichtet nach LSD-Psychotherapien von geheilten Alkoholikern oder Depressiven, die ihren Selbstmordversuch bereuten und eine positive Lebenseinstellung gewonnen haben. In den 1970er-Jahren war die Reinkarnationstherapie mit großen Hoffnungen verbunden. Man glaubte, damit viele chronische seelische Probleme dauerhaft heilen zu können, weil man ihnen auf den Grund ging und starke Katharsis auslöste. Doch mittlerweile haben sich in der Praxis zwiespältige, teils negative Erfahrungen ergeben. Die anfängliche therapeutische Euphorie ist bei vielen Therapeuten verflogen, Reinkarnationstherapien haben innerhalb der therapeutischen Szene nicht den Durchbruch erlebt, den sich viele erhofft hatten. Dafür gibt es zwei Gründe:

Viele in hypnotischer Trance erlebte Szenen sind bei Nachprüfung nicht objektivierbar, beruhen also auf irrealen Phantasien, was solche Verfahren diskreditiert.Kathartische Verfahren können seelisch langfristig destabilisieren (bis hin zur Psychose) und negative Emotionen können sich verstärken.

Psychoenergetische Auflösung karmischer Konflikte

Die Frage lautet vor diesem Hintergrund, ob es Alternativen gibt und was diese bewirken können. Diagnostisch weist die Psychosomatische Energetik im Unterschied zu hypnotischen und ähnlichen Verfahren zahlreiche Vorzüge auf: Ihre Ergebnisse werden nicht durch Phantasien verfälscht, liefern also bei guten Testern zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse. So decken sich die Inhalte des Zentralkonflikts, der nach meiner Ansicht karmisch bedingt sein soll, häufig mit medialen Durchsagen und transpersonalen Erfahrungen. Die PSE wirkt schonend und lässt alte negative Emotionen unangetastet, sodass die negativen Effekte provokativer Verfahren vermieden werden.

Die PSE stellt die These auf, dass ein bestimmtes starkes seelisches Trauma (Zentralkonflikt) die Seele grundlegend prägt. Aufgrund dieses Traumas sollen sich permanente, über viele Inkarnationen hinweg wirksame Wesenseigenschaften entwickeln (psychologisch spricht man von „Charaktertypen“). Durch die PSETestung kann der Zentralkonflikt und damit der Charaktertyp bestimmt werden, womit eine klare diagnostische Aussage über alte karmische Traumata möglich scheint. Mit einem Charaktertypen-Testsatz können der Charaktertyp und auch der jeweilige Zentralkonflikt zuverlässig identifiziert werden.

Die Auflösung des Zentralkonflikts erweist sich häufig als besonders starker Heilimpuls während der PSE-Therapie und bewirkt oft im Vergleich zu anderen Konflikten besonders starke Heilreaktionen. Der Vorteil der PSE-Therapie ist dabei, dass der emotional stark verdrängte, mit extremen negativen Emotionen aufgeladene Konflikt nicht bewusst zu werden braucht wie bei üblichen Reinkarnationstherapien, sondern schonend auf nonverbale Weise durch homöopathische Hochpotenz-Gemische (Emvita®) aufgelöst wird.

Wer seelisch stabil ist, kann sich auf bewusste Weise mit dem alten seelischen Trauma aus einem früheren Leben auseinandersetzen, nachdem die bestimmenden karmischen Themen des Traumas durch die PSE-Testung aufgedeckt worden sind. Selbstverständlich werden sich die wenigsten Menschen an das alte Trauma zurückerinnern können, doch es gibt die Möglichkeit, die 28 Konflikte der PSE auf empathische Weise transpersonal zu deuten. Meine Hypothese lautet, dass damit die eigentlichen Gründe für bestimmte negative Eigenschaften des eigenen Charakters durchschaut und anschließend auf bewusste Weise geändert werden können.

Roger Woolger hat die Erfahrung gemacht, dass viele seiner amerikanischen Patienten in einem früheren Leben ein materiell entbehrungsreiches Leben hatten. Durch ein überreiches Leben in ihrer jetzigen Existenz versuchen sie, das alte Trauma der materiellen Armut zu kompensieren. Dahinter steckt ihre unbewusste Angst, nie mehr elend dahinvegetieren und hungern zu müssen. In der PSE findet man bei solchen Menschen häufig Konflikte wie „Mehr haben wollen, Frustration“, die vermutlich eine karmische Ursache haben, sowie einen depressiven Charaktertyp, der gewissermaßen die alte Sklavenmentalität konserviert hat. Löst man den Konflikt auf, verschwindet das Gefühl der dauernden Frustration. Der Patient kann das Irreale solcher alten Traumen erkennen, die nichts mehr mit dem jetzigen Leben zu tun haben und sich neu orientieren. Er kann sich überholter negativer Qualitäten seiner Persönlichkeit durch willentliche Arbeit an sich selbst entledigen und mehr Selbstbewusstsein entwickeln, wobei ihn der Therapeut unterstützen kann.

Zusammenfassung

Das Thema der Wiedergeburt bleibt höchst umstritten und objektive Beweise wird es wohl kaum je geben. Wegen der Brisanz dieses Forschungsgebiets wird es leider nur wenig wissenschaftlich untersucht. Gleichwohl gibt es zahlreiche Hinweise aus der Forschung, z.B. vom Psychiater Ian Stevenson, dass unbewusste seelische Traumata aus früheren Leben stammen können. Immer mehr Menschen entwickeln nach meinen Erfahrungen eine Ahnung davon, mehr als einmal gelebt zu haben. Man sollte das Thema der Wiedergeburt deshalb unbedingt diskutieren, wenn man sich mit tiefen Ebenen des Unbewussten beschäftigt. Selbstverständlich geht es dabei nicht um ein Glaubensbekenntnis, sondern um Vorstellungen, die den Einzelnen letztlich für sein Schicksal selbst verantwortlich machen möchten, wodurch sie die menschliche Freiheit und die Selbstverantwortung stärken können.

Die Beschäftigung mit tiefen seelischen Schichten, die möglicherweise aus früheren Leben stammen können, birgt gewisse Risiken. Imaginierte frühere Leben können sich bei der Nachprüfung als Phantasiegebilde herausstellen, was Rückführungstherapien insgesamt infrage stellen und zu falschen Schlussfolgerungen verleiten kann, etwa dass man für eine vergangene Missetat büßen muss, wodurch unbewusste Selbstbestrafungstendenzen gefördert werden können. Bei stark kathartisch wirkenden Psychotherapieverfahren können sich außerdem negative Emotionen unheilvoll verstärken. Reinkarnationstherapien sind damit eine Büchse der Pandora, die nur mit der nötigen Umsicht und viel Erfahrung angewandt werden sollten. Eine therapeutisch sanfte und trotzdem wirksame Alternative bietet die PSE, die daneben gute diagnostische Möglichkeiten bereitstellt, um die Inhalte seelischer Verletzungen aus früheren Leben zu analysieren und daraus für sich selbst entsprechende positive Schlüsse zu ziehen.

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